„Scientists for Future“ – in diesem Zusammenhang lupenreiner Euphemismus

Leipzig, 06.03.2019. Wie der Tagesspiegel exklusiv meldete, haben sich Wissenschaftler unter dem Namen „Scientists for Future“ zusammengeschlossen, um den Schüler-Protesten „Fridays for Future“ Rückendeckung zu geben. „Es sei zu begrüßen, dass die Kinder die wichtigen Themen auf den Tisch bringen.“

Frauke Petry, Mitglied des Bundestages und MdL der Blauen Partei #TeamPetry, kommentiert:

„Es ist wie eine sich immer schneller drehende Spirale des Irrsinns, die sich da in unserem Land scheinbar unaufhaltbar in Bewegung gesetzt hat. Erst der Greta-Thunberg-Hype. Dann Alina Runk, Leonie Brockmann und Victoria Bederov – wir erinnern uns, das sind die Berliner Schülerinnen, die sich kürzlich öffentlich darüber mokierten, dass die Familie aus einem Industrieland, die sich dafür entscheidet, ein Kind weniger zu bekommen und damit mehr als 58 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen, nicht als Klimaschutzbeispiel in Schulbüchern auftaucht.

Neuerdings sind Kanzlerin Merkel und Bundesjustizministerin Katarina Barley begeistert, wenn tausende Schüler auf die Schulpflicht pfeifen.

Und nun Hans-Joachim Schellnhuber, Eckart von Hirschhausen sowie Ranga Yogeshwar – ‚die Wissenschaft‘ also. ‚Die Anliegen der demonstrierenden Schüler und Studenten seien berechtigt und gut begründet, finden die Forscher‘, schreibt der Tagesspiegel, wobei ‚Forscher‘ in diesem Zusammenhang ein Euphemismus ist. Und weiter: ‚Da sie nun öffentlich für ihr Engagement diskreditiert würden, stehe ihnen die Wissenschaft bei.‘

Die Sache ist nur die. Die Schüler werden nicht für ihr Engagement diskreditiert. Sie werden überhaupt nicht diskreditiert. Sie werden kritisiert. Zum Beispiel dafür, ein selbstgemaltes Schild ‚Save the Icebeers‘ am Klima-Frei-Tag durch die Straßen zu tragen, statt ihre Aufmerksamkeit dem offensichtlich nicht unwichtigen Unterricht zu widmen und dafür vielleicht besser am Samstag spazieren zu gehen. Sie werden kritisiert für völlig weltfremde Forderungen, die sie aufstellen, ohne auch nur ansatzweise über deren Folgen nachzudenken. Sie werden kritisiert für die wenig ausgeprägte Neigung, sich auf faktenbasierte Diskussionen einzulassen. Sie werden kritisiert für allerlei naseweise Verbotsideen bei gleichzeitigem SUV-Fahrdienst der Eltern.

Seriöse Wissenschaft und Forschung wird dabei nicht beistehen können. Die Schnellnhubers, von Hirschhausens und Yogeshwars aber um so besser.“

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