Plädoyer für den ländlichen Raum

20190305_ländlichen Raum stärken

Einer neuen Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zufolge, ist der Osten Deutschlands nach wie vor weniger produktiv als der Westen. Das IWH fordert deshalb von der Politik die Förderung des ländlichen Raumes in Ostdeutschland einzustellen und sich auf die Ballungszentren vor allem im Westen Deutschlands konzentrieren. Gründe für dieses Gefälle soll vor allem der Mangel an Arbeitsplätzen in der Dienstleistungsbranche sein, die eben im ländlichen Raum kaum benötigt werden.

Diese Forderung ist absurd und geht an der Wirklichkeit vorbei!

Auf der einen Seite beklagen Politiker und Bewohner in und um Ballungszentren den immer knapper werdenden Wohnraum, zum anderen lebt lediglich ein Drittel der Bundesbürger in Großstädten! Während hier im Osten vor allem Tourismus, Vieh- und Landwirtschaft beste Bedingungen vorfinden und auch genug Platz für Industrie und Wohnraum vorhanden ist, versucht das IWH den ländlichen Raum, durch das Abschneiden von dringend notwendiger Infrastruktur, final zu vernichten.

Anstatt sich also auf die jeweiligen regionalen Vorteile unserer so vielfältigen deutschen Landschaft einzustellen und diese positiven Aspekte durch gezielte Förderung hervorzuheben, versucht man sich weiter an der Urbanisierung der verbliebenen Landbevölkerung. Dabei wird vergessen, dass viele Menschen hier nicht nur tief verwurzelt sind, sondern auch viele Städter immer mehr die Vorteile des Landlebens genießen. Es ist die Entschleunigung, der Gemeinschaftssinn und das Ursprüngliche, was für immer mehr Bürger ein Leben auf dem Land attraktiv macht. Vor allem die seit Jahren steigenden Tourismuszahlen in Sachsen belegen diesen Trend. Die Pläne des IWH würden dies alles vernichten, denn selbst der einfache Bauer braucht eine gut befahrbare Straße und eine stabile Internetverbindung!