PLENUM: AfD-Antrag auf Einführung einer sächsischen Regional- und Qualitätsmarke für Lebensmittel

Gunter Wild Sächsischer Landtag

AfD-Antrag auf Einführung von Qualitätsmarke für regionale Lebensmittel wäre ohne Klarheit nur eines unter vielen

Zum AfD-Antrag auf Einführung einer sächsischen Regional- und Qualitätsmarke für Lebensmittel kommentiert

Gunter Wild, MdL der Blauen Partei #TeamPetry:

„Der AfD Antrag – ‚Erzeuger und Erzeugerorganisationen regionaler Produkte fördern – Einführung einer sächsischen Regional- und Qualitätsmarke für Lebensmittel‘ – ist grundsätzlich zu begrüßen, aber nicht wirklich neu! Hier hat die AfD ein Thema ausgepackt, das wir schon vor 3,5 Jahren auf der Tagesordnung hatten. Damals am 11.06.2015 auf Antrag der Fraktionen CDU und SPD mit dem Titel ‚Absatzförderung für Produkte der sächsischen Ernährungswirtschaft weiterentwickeln.‘ (Drucksache 6/1284)

Dass das Thema nach nunmehr dreieinhalb Jahren nichts an seiner Aktualität verloren hat, zeigt eindrucksvoll, dass die Regierungskoalition und Staatsregierung bisher auf diesem Gebiet viel zu wenig getan haben. Dennoch ist der AfD- Antrag sehr kritisch zu sehen. Wie sinnvoll soll ein weiteres neues Label sein, wenn über die Ausgestaltung dieser neuen Qualitätsmarke im Antrag kein einziges Wort steht? Was ist ein regionales Produkt für ein solches neues Label? Reicht es, wenn Wurst, Schinken, oder der Weihnachtsstollen in Sachsen hergestellt werden, oder müssen alle Rohstoffe, die zur Herstellung benötigt werden, auch aus dem Freistaat kommen? Oder anders gesagt, würde der sehr bekannte ‚Dresdner Stollen‘ die neue regionale Qualitätsmarke erst dann erhalten, wenn das verwendete Mehl auch aus Sachsen kommt? Oder gar erst, wenn Zitronat und Rosinen sächsischen Ursprung haben? Ohne eine klare Bestimmung im Antrag ist das geforderte Label nur ein weiteres unter vielen!

In der jetzigen Form können die fraktionslosen Abgeordneten der Blauen Partei dem Antrag deshalb nicht zustimmen!“