In stiller Anteilnahme der Opfer von Straßburg

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Am gestrigen Abend ereignete sich in Frankreich ein blutiger Anschlag auf die Besucher eines Weihnachtsmarktes. Ein Angreifer begann gezielt auf Menschen zu schießen, verletzte mindestens elf Menschen und tötete drei Weitere. Dass die Medien hierbei von einer „Schießerei“ sprechen, ist schlicht und ergreifend Bürgerverdummung. Eine Schießerei ist ein Feuergefecht – und zwar zwischen mindestens zwei Personen. Was den Besuchern in Straßburg widerfahren ist, war kaltblütiger, enthemmter Mord.

„Alle Jahre wieder“ möchte man fast zynisch sagen.
Erst vor ein paar Tagen erörterte Frauke Petry im Editorial unserer aktuellen Blauen Bürgerzeitung BBZ, die einseitige Prävention durch Betonpoller, welche die Besucher von Weihnachtsmärkten in trügerischer Sicherheit wiegen sollen und die Gefahr von bewaffneten Einzeltätern zu Fuß völlig ignoriert. Nun hat es in Straßburg einen Weihnachtsmarkt getroffen, der zum Schutz sogar zusätzlich mit Soldaten abgesichert war. Man fragt sich: Wo soll es enden?

Mit Blick auf das Sicherheitskonzeptes des Münchner „Oktoberfests“, wird dies wohl die Zukunft von Weihnachtsmärkten sein – Betonpoller, polizeiliches Großaufgebot und Einlasskontrollen im umzäunten Gelände. Es ist schon beinahe ironisch, dass die Verfechter von offenen Grenzen für eine andere Art von Grenzschutz innerhalb des Landes verantwortlich sind und Gegner des „Polizeistaates“ durch ihre unbelehrbare Haltung genau diesen letztendlich fördern.

Wir sind in Gedanken bei den Opfern und Angehörigen dieser schrecklichen Tat und wünschen den Verletzten gute und hoffentlich vollständige Genesung.

https://www.tagesschau.de/ausland/strassbourg-103.html