Macrons Super-Armee: Europas Sicherheit ist eher durch Migrantenströme bedroht

Europaparlament Marcus Pretzell

Brüssel, 06.11.2018. Frankreichs Präsident Macron hat die Errichtung einer eigenen, europäischen Armee gefordert. Ohne eine „wahre, europäische Armee“ könnten die Europäer nicht verteidigt werden, sagte Macron in einem Interview. Die USA seien kein verlässlicher Partner mehr. Europa müsse sich verteidigen „mit Blick auf Russland, China und sogar auf die USA“.

Marcus Pretzell, MdEP (Blaue Partei) kommentiert:

„Macrons Dreistigkeit, den Vereinigten Staaten vorzuwerfen, sie würden Europa im Stich lassen, ist mit Bigotterie noch harmlos umschrieben. Frankreich verließ 1966 die Nato und trat ihr erst 2009 als Vollmitglied wieder bei. Ein Präsident eines Landes, das nach Beliebigkeit aus Bündnissen verschwindet und damit seinen Partnern die moralische und militärische kalte Schulter zeigt, sollte Verlässlichkeit nicht unbedingt zur obersten Maxime seines politischen Handelns machen.

Nebenbei: Wenn Europas Einigkeit von etwas bedroht wird, dann von den Migrantenströmen aus Afrika und dem Nahen Osten. Und dagegen würde auch Macrons Armee der Einheit nichts ausrichten können.“