Deutsche Botschaft nach Jerusalem!

Zu der am Montag stattfindenden Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem und den gleichzeitig stattfindenden Feierlichkeiten zum Staatsjubiläum Israels erklärt Marcus Pretzell, Mitglied der Blauen Partei und des Europaparlaments (ENF-Fraktion):

„Während US-Präsident Trump unverhohlen seine Freude über den Geburtstag Israels und die Botschaftsverlegung ausdrückt, kommt von der Bundesregierung nur ein mühsam abgerungener, den minimalistischsten diplomatischen Höflichkeitsfloskeln genügender Glückwunsch-Ersatz. Wieso nur fällt es der deutschen Politik so schwer, klare Worte zur Unterstützung unserer Freunde zu finden? Dazu gehört kein Mut. Es ist eine Selbstverständlichkeit. Es erfordert Rückgrat. Stattdessen überbieten sich Politiker fast aller Parteien, immer wieder an die Palästinenser, ihr ‚Schicksal‘ oder vermeintlich falsche Entscheidungen der US-Regierung zu erinnern. Gekoppelt mit Mahnungen, dem Iran weiterhin die Hand zu reichen und damit die Sicherheit der einzigen Demokratie im Nahen Osten bewusst aufs Spiel zu setzen.

Die Sicherheit von und die Treue zu Israel sei ‚Teil der deutschen Staatsräson‘. Es gäbe keinen passenderen Zeitpunkt als jetzt, dieser Staatsräson zu entsprechen. Genauso, wie nur wenige Staaten dem Wunsch der damaligen Bundesregierung, nach der Wiedervereinigung alle Botschaften von Bonn nach Berlin zu verlegen, widersprochen haben, müsste es jetzt eine Unerlässlichkeit sein, den Wünschen Israels zu folgen: Die deutsche Botschaft in die Hauptstadt Israels zu verlegen. Nach Jerusalem.“