Wenn wir alle Engel wären …

NRW Sozialbetrug mit Meldeadressen

… hätten laut mittelalterlicher Lehrmeinung durchaus 6000 von uns in einem einzigen Haus Platz, und dazu müßte das Haus nicht einmal besonders groß sein.
Bedauerlicherweise gelten für Menschen aber ganz andere Bedingungen.

Bei aller Absurdität hat die (damals durchaus ernsthaft geführte) Diskussion um den Platzverbrauch von Seelen, Engeln und ähnlichen Gestalten im Vergleich zu aktuellen Phänomenen beinahe etwas Sympathisches, weil sie zumindest keinem schadete – und ob sie im Ergebnis
tatsächlich so viel absurder war als das, was im Hier und Heute geschieht und diskutiert wird, scheint mitunter fraglich.

Z.B., wenn Arnold Plickert, der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, neben wachsenden Parallelgesellschaften auch Melderegister in Duisburg-Marxloh erwähnt, denen zufolge sich die oben erwähnten 6000 Menschen wirklich in einem einzigen Haus tummeln müssten; die Motivation ist seiner Ansicht nach allerdings schlicht das Abgreifen von Sozialleistungen und damit denkbar weit von Engeln und ähnlichen guten Mächten entfernt.

Weil Geld, das großzügig verteilt wird, erstens von irgendwem erwirtschaftet werden muß und zweiten anderen fehlt, fordern die beiden Landtagsabgeordneten der BLAUEN GRUPPE im Landtag NRW, Marcus Pretzell MdL und Alexander Langguth MdL, die Landesregierung nun auf, Mythos und Wahrheit klar voneinander zu trennen, d.h. konkret: zu erklären, ob ihr der angeführte Fall bekannt ist, ob sie möglicherweise (auch) von ähnlichen Vorfällen weiß und welche Mittel sie Duisburg-Marxloh ggf. für seinen Kampf gegen den Sozialbetrug im großen Stil zur Verfügung stellt / stellen könnte.

Die Anfrage finden Sie direkt hier:

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-2340.pdf