Kopftuchverbot in Schulen – Antidiskriminierungsstelle zeigt erschreckende Ahnungslosigkeit

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Lüders, hat darauf hingewiesen, dass das Verbot von Kopftüchern an Schulen keine Integrationsprobleme löse, sondern schaffe, da sich die Schülerinnen ohne Kopftuch so ausgegrenzt und diskriminiert fühlen würden. Lüders verglich das Kopftuch mit der Kippa, die man in letzter Instanz auch verbieten müsse. Gleichzeitig möchte sie die Selbstbestimmung bei muslimischen Mädchen stärken.

Marcus Pretzell (Blaue Partei), Mitglied des Europaparlaments, erklärt:

„Wo soll man mit einer Replik auf diese unfassbare Verleugnung des Alltäglichen anfangen? Versuchen wir es mit der gewollten Stärkung der Selbstbestimmung von Mädchen aus muslimischen Elternhäusern. Frau Lüders scheint nicht zu wissen oder wissen zu wollen – beides wäre fatal -, dass gerade muslimische Frauen noch nicht einmal ansatzweise einen selbstbestimmten Alltag führen können. Der Vater, die Brüder bestimmen in vielen Herkunftsländern über das gesamte Leben der Frauen und Töchter. Diese tradierten Werte werden auch in Deutschland weitergelebt und wenn als notwendig erachtet, auch mit Gewalt durchgesetzt!

Wieso überhaupt sollten sich Schülerinnen ohne Kopftuch ausgegrenzt fühlen, wenn sie doch so erscheinen müssten, wie der Großteil der anderen Mädchen auch – nämlich gänzlich ohne Tuch? An andere Frauen denkt Frau Lüders scheinbar ohnehin nicht: Das Kopftuch diskriminiert auch muslimische Frauen, die keines tragen! Nach Lesart geistlicher Dogmatiker dürfen sie sich nicht mehr der Religion zugehörig fühlen – und das zeigen ihnen insbesondere Männer aus islamischen Kulturkreisen deutlich. Dass Frau Lüders schließlich Kopftuch und Kippa gleichsetzt, offenbart erschreckende Ahnungslosigkeit. Letztere ist weder Zeichen der Sexualisierung von Kindern noch der Inbesitznahme der Frau durch den Mann. Sie ist eine Kopfbedeckung, die größtenteils zum Beten getragen wird – das Kopftuch islamischer Frauen aber ein Signal der Inkompatibilität mit unseren Gesellschaftsnormen.“

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