Ostdeutsch oder nicht – Fähige und ehrliche Politiker dringender benötigt

Blaue Partei im Landtag Sachsen

Zur aktuellen Diskussion um fehlende „Ost-Kompetenz“ und Forderungen nach mehr Ministerin aus den Ost-Bundesländern im neuen Regierungskabinett kommentiert Uwe Wurlitzer, MdL und Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:

„Zuallererst benötigt dieses Land endlich einmal Politiker, die ehrlich, integer, zuverlässig, zielgenau, anpackend, offen, vertrauensvoll und insbesondere fähig sind. Da sollte die Herkunft an zweiter Stelle stehen. Sie könnten meinethalben auch aus Vietnam oder Norwegen kommen – solange die anfallenden Probleme mit klarer Kante und vor allem konsensfähigen Entscheidungen gelöst werden würden.
Die Wende ist 28 Jahre her. Wir sollten uns endlich daran gewöhnen, von einem Volk zu sprechen und nicht zwanghaft in Ost und West zu dividieren. Gleichzeitig ist es nicht verkehrt, im Kabinett einen Beauftragten für Ostdeutschland zu installieren, der die Entwicklung von Sachsen, SachsenAnhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beobachtet und Stellschrauben nachzieht, wo und wann nötig. Das könnte, wie bisher, auf Staatssekretärs-Ebene passieren. Nicht nachvollziehbar deshalb, dass dieser Posten in der Neuauflage der Großen Koalition nicht mehr vorgesehen ist.“